
Vor dem Gebäude des Premierministeramtes, inmitten der Menge von Demonstranten, die den Rücktritt der Regierung forderten, hallte eine Stimme wider, die vor Schmerz und Wut zitterte. Ein Bürger, der an den Ereignissen vom 21. Januar 2011 teilgenommen hatte, erhob seine Stimme, um seiner vier Freunde zu gedenken, die bei diesem Protest ihr Leben verloren hatten, und um Gerechtigkeit zu fordern, die ihm verwehrt blieb.
„Ich war am 21. Januar 2011 hier. Vier meiner Freunde wurden getötet, um diesen Herrn, der er heute ist, an die Macht zu bringen“, erklärte der Demonstrant mit zitternder Stimme und zeigte mit dem Finger auf das Büro des Premierministers.
Er nannte die Namen der Opfer jener dunklen Nacht: Ziver Veizi, Hekuran Deda, Aleks Nika, Faik Myrtaj. Namen, die auch heute, 15 Jahre später, noch immer mit einer intakten Justiz verbunden sind.
„Ziver Veizi, Hekuran Deda, Aleks Nika und Faik Myrtaj wollen Gerechtigkeit“, betonte er und forderte SPAK nachdrücklich auf, den Vorfall ein für alle Mal aufzuklären und die politischen Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Doch damit nicht genug. In scharfem Ton griff der Demonstrant die gesamte politische Klasse an und sagte: „Wir haben albanisches Blut, die Party ist vorbei.“ Anschließend erklärte er: „Wir fordern SPAK auf, denn Rama und Berisha haben gemordet“, und bezog sich damit auf die beiden Führer, die die albanische Politik jahrzehntelang dominiert hatten.
15 Jahre des Wartens auf Gerechtigkeit. Heute forderte der Demonstrant mehr als nur einen Rücktritt: Er forderte Aufklärung über das Blut seiner Freunde. Seine Botschaft war eindeutig: Bei diesem Protest geht es nicht nur um die Zukunft, sondern auch um die Vergangenheit, die nie ans Licht gekommen ist.
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