Heute Morgen versammelten sich Hunderte von Albanern auf dem Mailänder Domplatz, wo sie Transparente und Botschaften zeigten, in denen sie den Rücktritt von Premierminister Edi Rama forderten.
Die Protestbewegung, die nach der Debatte um die Zvërnec-Frage entstand und sich gegen die Regierung Rama richtete, nimmt immer größere Ausmaße an und breitet sich von Albanien auf mehrere europäische Städte aus, in denen große albanische Gemeinschaften leben.
Heute Morgen versammelten sich Hunderte von Albanern auf dem Mailänder Domplatz, wo sie Transparente und Botschaften zeigten, in denen sie den Rücktritt von Premierminister Edi Rama forderten.
Während der Proteste in Mailand nutzten zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, ihren Unmut über die Regierung auszudrücken. In Reden auf dem Domplatz forderten Bürger den Rücktritt von Premierminister Edi Rama und nannten Armut, Jugendabwanderung, Korruption und das fehlende Vertrauen in die Institutionen als ihre Hauptsorgen. Die Demonstranten argumentierten, die massive Auswanderung von Albanern aus dem Land und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seien Anzeichen für das Versagen der Regierungspolitik der letzten Jahre.
Der Protest hat einen breiteren Charakter angenommen und steht nicht nur im Zusammenhang mit der Zvërnec-Frage, sondern auch mit der sich angestauten Unzufriedenheit über die Skandale der Rama-Regierung.
Die Proteste begannen letzte Woche in Tirana und werden heute voraussichtlich zum siebten Mal in Folge in der Hauptstadt stattfinden. Gestern griff die Bewegung auf weitere Städte des Landes über, darunter Korça, Vlora und Durrës.
Parallel dazu wurden auch außerhalb Albaniens Proteste organisiert. Kundgebungen fanden in Berlin, Oslo und München statt, eine weitere Kundgebung ist für 16:00 Uhr in Hamburg angekündigt.
Die Mehrheit der Protestierenden sind junge Menschen, die sowohl die Regierung als auch die traditionelle Opposition kritisieren. Viele von ihnen geben an, sich von keiner politischen Kraft vertreten zu fühlen und fordern einen grundlegenden Wandel der gesamten politischen Klasse.
Die Organisation von Protesten im Ausland wurde auch durch soziale Medien unterstützt, wo junge Menschen Videos, Fotos und Aufrufe zur Teilnahme teilten. Dadurch entstand eine Solidaritätskette unter Albanern im In- und Ausland, die innerhalb weniger Tage zur Organisation ähnlicher Kundgebungen in mehreren europäischen Städten führte.
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