
Nachdem er ein „neues Parlamentsgebäude“ versprochen hat, ebnet Rama den Weg für den Abriss des Parlaments und die Umwandlung des Geländes in Hochhäuser, ein Projekt, das 2010 als Vereinbarung zwischen ihm und Berisha initiiert wurde …
Auf der SP-Versammlung verabschiedete Edi Rama stillschweigend eine der schwierigsten Entscheidungen: den Abriss des Parlamentsgebäudes und den Bau eines neuen, „würdigen“ Gebäudes.
Die verschlüsselte Botschaft ist klar: Das Gelände, auf dem sich heute das Parlament befindet, wird in eine Baustelle für Türme für die Oligarchen, Familienmitglieder und Freunde des Premierministers verwandelt.
Dieses Gebiet im Herzen Tiranas steht seit langem auf der Liste der zu plündernden Grundstücke. Das Schema ist immer dasselbe: Die Regierung gibt das Land an die Öffentlichkeit weiter, nimmt nur 3 % der Fläche für die Gemeinde (manchmal nimmt sie es, manchmal nicht), während der Rest zu stratosphärischen Preisen von über 5.000 Euro/m2 verkauft wird.
Die Geschichte ist nicht neu. 2010 genehmigten Berisha, Meta und Bürgermeister Rama das Projekt für die Türme und die Große Moschee. Nach mehreren Berufungen setzte das Gericht nur die Türme in der Nähe der Moschee außer Kraft, die Genehmigung für das DP-Hauptquartier und das Parlament blieb jedoch bestehen. 2013, vor seinem Rücktritt, legte Berisha der KKT die Entscheidung vor: das Parlament sollte abgerissen, an einen anderen Ort verlegt und das Gelände mit Türmen bebaut werden. Doch unmittelbar nach seiner Wahlniederlage änderte er den Plan und machte die SKUP zum DP-Hauptquartier – aus Angst, Rama könnte die Familie Berisha aus dem Geschäft ausschließen.
Heute, nach zwölf Jahren an der Macht, lässt Rama den Plan wieder aufleben und begründet dies mit der Notwendigkeit eines „modernen“ Parlaments. Doch die Signale sind eindeutig: Das Gelände des Parlaments, die DP-Zentrale und der Blumengarten „Fan Noli“ werden zu Türmen. Kein Wunder also, dass Rama und Berisha die alte Vereinbarung wieder aufgerollt haben, nachdem Berisha nun das Parteisiegel und die rechtliche Vertretung zurückerlangt hat und nun auch die DP-Zentrale in einen Turm umwandeln kann.
Das ist der Kern: die Zerstörung von Institutionen, um sie in Türme zu verwandeln. Von der Verfassungsvereinbarung 2008 über den Basar 2010 und die Genehmigung 2013 bis hin zur heutigen Wiedereröffnung ist alles eine ununterbrochene Linie zwischen Rama und Berisha. Das Parlament ist nur Fassade, der Turmplatz ist der eigentliche Markt./ Broschüre
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