
Vom „Regimewechsel“ zum Zustand der Angst: Wie Trump den brutalsten Flügel Teherans stärkte…
Donald Trump versucht, die Iran-Krise als strategischen Erfolg darzustellen. Er behauptet, die USA hätten nicht die Absicht gehabt, das Regime zu stürzen, doch der Wechsel sei trotzdem erfolgt, weil die alte Führungsriege getötet und andere die Macht übernommen hätten. Gleichzeitig erklärt er, die neue Führung sei „weniger radikal“ und „vernünftiger“. Doch die Realität vor Ort zeigt fast das Gegenteil: kein gemäßigteres Iran, sondern ein militarisierteres, paranoideres und brutaleres.
Hier liegt der große politische Betrug. Ein Regimewechsel ist nicht einfach nur ein Austausch der Gesichter an der Spitze der Machtpyramide. Er bedeutet eine Veränderung des Machtsystems, der Art und Weise, wie das Land regiert wird, und der Beziehungen zwischen Staat, Militär, Klerus und Gesellschaft. Nichts dergleichen scheint im Iran geschehen zu sein. Im Gegenteil, glaubwürdige Berichte sprechen von einer Stärkung des stärksten und finstersten Elements des Systems: der Revolutionsgarde und ihres repressiven Netzwerks.
Trump kann dies als „Regimewechsel“ bezeichnen, so viel er will. In Wirklichkeit handelt es sich bisher eher um eine Mutation des Regimes als um dessen Sturz. Und diese Mutation zielt nicht auf Mäßigung ab, sondern auf die vollständige Militarisierung der Macht.
Marco Rubio, der deutlich vorsichtiger ist als der Präsident, räumte öffentlich ein, dass es im Iran „interne Spaltungen“ gebe, fügte aber hinzu, Washington müsse sich auf die Möglichkeit, ja sogar die Wahrscheinlichkeit, vorbereiten, dass die neue Führung nicht vernünftiger sein werde.
Selbst innerhalb der US-Regierung existiert die Sicherheit, die Trump vor laufenden Kameras zu verkaufen versucht, nicht.
Lässt man die Propaganda außer Acht, bleibt eine bittere Schlussfolgerung: Die Beseitigung alter Persönlichkeiten hat die Islamische Republik nicht gemildert; sie hat sie dazu getrieben, sich noch stärker abzuschotten.
Analysten, die von amerikanischen Medien und Thinktanks zitiert werden, warnen davor, dass die neue Struktur weniger kompromissbereit und offener mit den Revolutionsgarden verbunden sei. Dies bedeute weniger Spielraum für Diplomatie, mehr Überlebensinstinkt und mehr Gewalt gegen jeden, der als Bedrohung für die innere Sicherheit wahrgenommen werde.
Und hier kommt der zynischste Aspekt dieser Geschichte. Trump sprach zunächst als jemand, der den Weg für die „Befreiung“ der Iraner ebnete. Doch ein Regime, das von außen angegriffen wird, verwundet und verängstigt ist, liberalisiert sich in der Regel nicht. Es radikalisiert sich. Es ballt die Faust. Es sieht überall Verräter. Genau das erleben wir heute: härtere Repressalien gegen Proteste, Hinrichtungen, Verhaftungen von Dissidenten, Ausweitung der Zensur und strengere Kontrolle des Internets. Also keine Befreiung der Gesellschaft, sondern ihre tiefere Gefangenschaft.
Es gibt eine noch größere Ironie. Der Krieg, der die iranische Bedrohung eigentlich schwächen sollte, könnte dem Regime das letzte Argument liefern, Atomwaffen zu entwickeln. Wenn sich eine militärische Elite umzingelt, angeschlagen und verwundbar sieht, wächst die Versuchung, die „ultimative Garantie“ zu bieten.
Analysten sagen offen, dass Teheran aus Nordkoreas Beispiel lernen könnte: Niemand wagt es, dich anzufassen, wenn du eine Atombombe hast. Sollte sich diese Logik innerhalb der Revolutionsgarde durchsetzen, hätte Trump die Bedrohung nicht geschwächt, sondern sie auf eine gefährlichere Stufe gehoben.
Ebenso gefährlich sind die regionalen Auswirkungen. Ein aggressiverer Iran, selbst wenn er militärisch geschwächt ist, wird dadurch nicht automatisch harmloser. Er könnte rachsüchtiger, asymmetrischer und unberechenbarer werden. Er könnte verstärkt Milizen einsetzen, Sabotageakte verüben, hybride Kriegsführung betreiben, Energie erpressen und Seewege destabilisieren. Trumps Triumphgehabe verspricht daher keinen Frieden. Es verspricht einen noch nervöseren Nahen Osten, in dem Ordnung durch Improvisation und Rache ersetzt wird.
Moralisch gesehen ist dies das größte Versagen der Trump-Erzählung. Man kann nicht von einem „vernünftigeren Iran“ sprechen, während vor Ort ein Apparat gefestigt wird, der auf Angst mit Gewehren, auf Proteste mit Hinrichtungen und auf öffentliche Debatten mit digitalen Abschaltungen reagiert. Man kann eine Entwicklung, die das iranische Volk dem eigenen Staat ausgelieferter macht, nicht als Sieg bezeichnen. Und man kann nicht als „Regimewechsel“ verkaufen, dass der radikalste Flügel desselben Systems an die Macht kommt.
Letztendlich lässt sich die Geschichte so zusammenfassen: Trump hat dem Iran kein neues Regime „geschenkt“. Er hat dem alten Regime einen neuen Vorwand geliefert, noch blutiger zu werden. Und das ist vielleicht die gefährlichste Form westlichen Versagens im Nahen Osten: wenn es im Namen des Wandels spricht, aber in Wirklichkeit das Monster füttert, das es angeblich bekämpft .
Pra Donald Tramp nuk e ka patur qëllim ndryshimin e regjimit(siç). Por e ka patur Netanjahu. Në luftë nuk shkohet me mëndjen e një shteti tjetër, aq më keq që atë vënd (Izraelin) e drejton një i çertifikuar si kriminel lufte. Kanali i Hormuzit ishte i hapur. Tashti kush kalon të paguaj taksën e kalimit.
Ik mer pirdhu t’i zhabulan malok.