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Editorial 3 Prill 2026, 07:00

Präsident der Steinzeit

Shkruar nga Gjergj Zefi
Präsident der Steinzeit
Comic-Broschüre /

Wenn die Sprache des mächtigsten Präsidenten der Welt von Diplomatie zu rhetorischer Barbarei abgleitet, schrillen die Alarmglocken nicht nur bei Amerikas Gegnern, sondern auch bei der politischen Zivilisation selbst, die es angeblich verteidigt...

Es gibt Anführer, die aufgrund ihrer Visionen in die Geschichte eingehen. Andere werden für ihre Substanz in Erinnerung bleiben. Und dann gibt es noch diese lautere, exponiertere, aber intellektuell schwächere Kategorie: Anführer, die die Stärke eines Staates an der Brutalität ihrer Sprache messen. Hier beginnt die moderne Tragikomödie dessen, was man, ohne Übertreibung, als die Präsidentschaft der Steinzeit bezeichnen könnte.

Wenn das Oberhaupt einer Supermacht droht, ein Land in die „Steinzeit“ zurückzuversetzen, liegt das Problem nicht nur in der moralischen Geschmacklosigkeit dieser Äußerung. Das Problem reicht tiefer: Dieser Satz ist nicht bloß ein verbaler Ausrutscher, sondern eine Staatsphilosophie. Eine Philosophie, die Diplomatie als Schwäche, Komplexität als Ärgernis und Zivilisation als unnötigen Anstand angesichts des nackten Zerstörungsinstinkts betrachtet.

Theoretisch sollte das Präsidentenamt die höchste Instanz staatlicher Vernunft darstellen. Dort wird Sprache abgewogen, nuanciert und sorgfältig gewählt, denn jedes Wort, das der Präsident ausspricht, ist nicht bloß eine Meinungsäußerung, sondern ein strategisches Signal.

In der neuen populistischen Praxis dienen Worte nicht mehr dazu, Kriege zu vermeiden, sondern Konflikte marktgerechter zu machen. Anstelle von Besonnenheit kommt der Slogan. Anstelle von Strategie die Pose. Anstelle von Nachdenken der Fernsehinstinkt.

Die Drohung, eine Nation in die „Steinzeit“ zurückzuversetzen, ist nicht nur eine hässliche rhetorische Figur; sie ist eine politische Selbstverleugnung. Sie zeigt der Welt, dass der Sprecher trotz seiner Macht ein Gefangener einer primitiven Vorstellung von internationalen Beziehungen bleibt.

In dieser geistig verarmten Welt wird die globale Ordnung nicht durch Bündnisse, Abkommen, Gleichgewichte und Kommunikationskanäle aufgebaut, sondern durch Kriegstrommeln, muskulöse Gesten und die banale Illusion, dass Angst die höchste Form des Respekts sei.

Doch die Geschichte der Diplomatie lehrt uns etwas anderes. Angst erzeugt kurzfristigen Gehorsam, keine dauerhafte Ordnung. Demütigung erzeugt Reaktion, keinen Frieden. Und ein Anführer, der im Atomzeitalter wie ein Stammeshäuptling spricht, ist nicht unbedingt stark; oft ist er schlichtweg unfähig, die Welt jenseits von Gewalt und Spektakel zu begreifen.

Hierin liegt die größte Ironie. Amerika, das Land, das sich jahrzehntelang als Architekt der liberalen Weltordnung inszeniert hat, riskiert, immer wieder von einem Mann repräsentiert zu werden, der sich als Feind dieser Ordnung selbst ausgibt. Mit einem einzigen Satz gelingt es ihm, Jahrhunderte westlicher politischer Philosophie zunichtezumachen und die Beziehungen zwischen den Nationen in der Logik von Gewalt, Drohung und totaler Vernichtung zusammenzufassen. Es ist im Grunde der Triumph der Barbarei im Gewand des Präsidenten.

Natürlich werden Befürworter dieser Sprache sie als „Aufrichtigkeit“, „Entschlossenheit“ oder gar „Realismus“ bezeichnen. Doch Realismus bedeutet nicht, lauter zu schreien als andere. Realismus bedeutet zu verstehen, dass die wahre Macht eines großen Staates nicht nur in der Fähigkeit zum Angriff liegt, sondern vor allem in der Fähigkeit zur Selbstbeherrschung. Zivilisation beginnt genau dort, wo Gewalt aufhört, Instinkt zu sein, und zu einem von Vernunft beherrschten Instrument wird. Fehlt die Vernunft, bleibt nur Lärm. Und Lärm ist keine Strategie.

Letztlich ist die „Steinzeit“ nicht die Drohung gegen den anderen. Sie ist der Geisteszustand dessen, der dies für eine Präsidentschaftsrede hält. Sie ist die gedankliche Armut eines Politikers, der vergisst, dass die Welt wie eine Reality-Show regiert wird. Sie ist das Versagen der Elite, die statt Staatsmännern aggressive Akteure mit primitiven Verhaltensregeln und imperialen Ambitionen hervorbringt.

Der eigentliche Titel ist also nicht nur eine Metapher.

Der Präsident der Steinzeit ist nicht einfach nur jemand, der mit Zerstörung droht. Er ist jemand, der im Jahrhundert komplexer Diplomatie, erschreckender Technologien und fragiler Gleichgewichte weiterhin glaubt, die höchste Sprache des Staates sei die der Hunnen und Steine.

Denn manchmal kann der Mensch die Welt nicht in die Steinzeit zurückversetzen. Aber er kann vor der ganzen Welt entdecken, dass er selbst sie nie verlassen hat. / Broschüre

presidenti i epokës së gurit gjergj zefi

5 Komente

  1. T
    Tony

    Mire e ke mor djale, por kush te degjon.

    1. A
      A. Baçe

      , President ì Gurit, ky është termi më i përshtatur, zbathur me poplën në shpinë, me lëkurë kafshësh, me një fjalor fshsaxijeshTràmpi është padyshim më vulgari dhe ordineri i presidentëve të tërë kohërave dhe jo vetëm amerikànë dhe jo vetëm tashti. Por kjo është një linjë degradimi mentaë që nis me Bushin e Irakut, Obamën e Pranverës Àrabe dhe Bidenin që furnizoiIźraelin me armatime kur po kryente genocidin e Gazës. Bertold Brehti i tha gjermanëve pas luftës ll ka dhe përgjegjësi kolektive të një populli.

      1. K
        Krimi ka emër..

        Kjo është më se e vërtetë.Ai njeri s'ka dalë akoma nga epoka e gurit por çudia qëndron në faktin se shteti më i fuqishëm i planetit, s'paska ligj që të ndalojë njerëzit e çmendur, që ngjiten në majë të shtetit, njëlloj si para 80 vjetësh me z.Adolf..????

        1. v
          vk

          Po kete e ka zene frika tani! Mos e peson si JFK, nqs ju rreshqet cifuteve! Nuk te lene ata. Nqs ky terhiqet nga Irani, cifutet nuk do e lene te gjalle!

          1. T
            Tony

            Cifutet ia hapen letrat dhe e detyruan të beje zullume me urdherin, o bej zullume, o të nxorra bojen e të hysh ne burg.

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