Von der Kriminalität in Manzè bis hin zur Gewalt in jeder Stadt haben Waffen, Banden und Politik das Gesetz ersetzt und der Staat behandelt Barbarei als Normalität …
Es gibt einen symptomatischen Mangel in der Meinung der albanischen Medien, wenn es darum geht, auf Entwicklungen oder Ereignisse zu reagieren, die das Bewusstsein schärfen. Wie zum Beispiel das Horrorverbrechen in Manzë, bei dem sich zwei junge Männer gegenseitig töteten, indem sie ihre Pistolen zogen und nacheinander Schüsse abfeuerten, als würden sie Feuerzeuge anzünden.
Ein Doppelverbrechen ist immer eine Tragödie; nicht nur für die Opfer und ihre Familien, sondern für die gesamte Gemeinschaft und den Staat selbst. Es gibt kein „einfaches“ Motiv, das einen Mord weniger schwerwiegend machen würde.
Diese Relativierung, die in Wirklichkeit ein moralisches und professionelles Versagen der Medien darstellt, dient lediglich dazu, die wahren Ursachen zu verschleiern: sozialen Verfall, Staatsversagen und die erschreckende Ausbreitung einer Kultur der Gewalt.
Das Motiv „Kaffee“ dient als Alibi. Oftmals sind die von der Polizei verbreiteten Motive lediglich Täuschungen, um tiefere Verbindungen zwischen den Tätern, Drogen, Schulden oder kriminellen Strukturen zu vertuschen. Doch mehr noch als die Motive ist das Terrain, das diese Verbrechen begünstigt: ein Ort, an dem Waffen zu einem untrennbaren Teil des Alltags geworden sind und sich Kriminelle unantastbar fühlen.
In jeder Stadt, von Shkodra bis Durrës, Elbasan, Vlorë und Saranda, ist Gewalt zur Routine geworden. Banden und „starke Männer“ ziehen bis an die Zähne bewaffnet, mit gepanzerten Fahrzeugen und getönten Scheiben direkt vor der Nase der Polizei umher. Die Polizei entschuldigt sich oft sogar, wenn sie sie „aus Versehen“ anhält. Denn diese Menschen sind nicht nur Kriminelle, sie sind Gönner der Macht.
Diese Banden sind ein fester Bestandteil von Edi Ramas System, ein wichtiges Bindeglied für den Machterhalt, den Stimmenkauf und die Erpressung der Medien und politischen Gegner. Obwohl der Premierminister vorgibt, sie öffentlich zu verfluchen, sind sie in der Praxis seine „Arbeitspferde“.
SPAK ist die einzige Institution, die – oft in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern – wirklich hart gegen kriminelle Gruppen vorgeht. Die albanische Polizei hat keine schwerwiegenden Fälle gemeldet, und wie SPAK-Chef Altin Dumani selbst zugab, hat sie von den Blauen Uniformierten nie ein Signal über Akten zur organisierten Kriminalität erhalten. Der Grund ist einfach: Jemand von oben hat sie gestoppt.
In einem Land, in dem die Regierung Banden zur Machtausübung und die Opposition sie für Verhandlungen einsetzt, ist jeder Bürger potenziell Opfer eines Regimes, das mit Angst, Waffen und Straflosigkeit regiert. Deshalb geschehen Morde in Albanien nicht mehr aus Rache, sondern aus Spaß./ Broschüre
Mendoj se përkufizimi që përdoret nga policia apo edhe media si “vrasje për motive të dobëta” duhet njëherë e mirë të zhduket nga njoftimet për publikun. Vrasja është vrasje, këto janë lojëra që përdoren pastaj nga gjykata për masën e dënimit. Këto për “motive të dobëta” ndëshkohen më pak, unë vlerësoj se këto duhen ndëshkuar më shumë, sepse me këto motivet e dobëta po vriten edhe njerëz të pafajshëm. Ndryshe, le të futet në komunikatat e policisë dhe vendimet e gjykatave edhe “vrasje për motive të forta/justifikuara”.