In Albanien und Serbien fungiert die Regierung nicht mehr als Garant des Rechts, sondern als ein mit kriminellen Netzwerken koexistierendes Gebilde, das Wahlen, Territorium und Wirtschaft kontrolliert. Dieses hybride Modell der Bandenherrschaft wird im Westbalkan zur Norm, während der Westen angesichts dieser Vereinnahmung des Staates schweigt.
Sowohl in Edi Ramas Albanien als auch in Aleksandar Vučićs Serbien hat sich eine Regierungsform verfestigt, die die Grenze zwischen Staat und Verbrechen nicht mehr unterscheidet, sondern sie bewusst verwischt.
Die Macht bekämpft nicht länger das Verbrechen; sie zieht es in Besitz, unterwirft es und macht es zu ihrem Instrument.
In diesem Modell stellt die Gang keine Bedrohung mehr für den Staat dar, sondern ist Teil seiner Struktur.
Das ist nicht einfach nur Korruption oder Vetternwirtschaft. Es handelt sich um eine Regierungsform, die auf der Koexistenz mit Strukturen der Gewalt und Angst beruht, bei der der Staatsapparat kriminelle Gruppen nicht kontrolliert, sondern mit ihnen zusammenarbeitet, um die Macht zu erhalten.
Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Beamten und Kriminellen, zwischen öffentlichen Auftragnehmern und Drogenhändlern, zwischen lokalen Anführern und Kokainlieferanten. Sie agieren im selben System, folgen derselben Logik und wenden dieselben Methoden an. Ihr Ziel ist nicht der Aufbau eines Staates, sondern der Machterhalt durch Angst, Manipulation und Profitgier.
In dieser Reihenfolge sind Wahlen keine politischen Akte mehr. Sie sind logistische Operationen, die von strukturierten klientelistischen Netzwerken kontrolliert werden, in denen Stimmenkauf, Einschüchterung, Angst und Geldzahlungen Teil des Wahlkampfbudgets sind.
Statt Wahlkampf werden Straßengruppen eingesetzt. Statt Debatten kommen gepanzerte Fahrzeuge und Günstlingswirtschaft zum Einsatz.
In diesem Modell ist jeder Teil des Territoriums einer informellen Struktur zugeordnet. In der Stadt kontrollieren Oligarchen das Bauwesen und den öffentlichen Markt. In den Vororten gibt es Gruppen, die mit Drogen handeln und die Wahlbezirke kontrollieren. In den Dörfern agieren Figuren als lokale „Behörden“, die durch Günstlingswirtschaft und Wahlhilfe mit der Macht verbunden sind.
Dieses Machtmodell erstickt die Politik und ersetzt sie durch kriminelle Netzwerke. Die Medien können aus Angst nicht ermitteln. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht, weil sie Teil des Komplotts ist. Die Polizei schreitet nicht ein, weil sie Teil des Systems ist. Die Gesellschaft ist lahmgelegt, weil sie in Schulden, Angst und Propaganda versinkt.
Statt Reformen wird eine beängstigende Stabilität geboten. Statt Verantwortlichkeit wird Spektakel geboten. Statt Gerechtigkeit wird Selektivität geboten. Dies ist kein Übergang mehr. Es ist die Normalisierung eines Modells, in dem der Staat nicht länger Garant des Rechts, sondern Garant des Schweigens und der totalen Kontrolle ist.
Dieses Modell entwickelt sich zu einem Vorbild für die gesamte Region. Es ist nicht länger auf einen einzelnen Führer oder eine einzelne Partei beschränkt. Es ist zu einer Art Handbuch für den Machterhalt im Westbalkan geworden. Und je länger der Westen zu diesem System schweigt, desto mehr festigt es sich als Alternative zur funktionierenden Demokratie.
Freedom House stuft in seinem Bericht („Nations in Transit 2024“) die gesamte Region als Zone hybrider Demokratien ein und verzeichnet einen Rückgang des entsprechenden Index, insbesondere in Serbien und Albanien. Transparency International hebt in seinen Analysen zur Vereinnahmung des Staates die Verwendung maßgeschneiderter Gesetze und die politische Kontrolle über die Justiz hervor. Der Bericht „Deconstructing State Capture in Albania“ dokumentiert anhand von Fakten, wie klientelistische Netzwerke, Einflussnahme auf die Justiz und Korruption Macht in ein Bündnis mit dem Verbrechen verwandeln. Ähnliche Studien von SELDI zeigen, dass sich die Vereinnahmung des Staates als systematische Praxis im gesamten Westbalkan ausbreitet.
Solange diese Symbiose zwischen Macht und Verbrechen nicht durchbrochen wird, ist jede Reform sinnlos. Keine Wahl ist frei. Es gibt keine wirkliche Gerechtigkeit mehr. Und es existiert keine Hoffnung mehr.
Dieses Modell beherrscht die Region. Es muss zerbrochen werden, wenn der Balkan eine Zukunft haben soll, die nicht an der Anzahl der von ihm kontrollierten Banden gemessen wird. / Broschüre
Pyesni pak strukturat perkatese:Si ka mundesi qe ka te pakten 3 vjet pa kap asnje gram kokaine ne Portin e Durresit apo po te doni Shengjin e Vlore! Apo:kjo ndershmeri po na mban gjalle!!! Pysni kryeministri ne koference per shtyp o gazetare defiçentè ,mos i beni pyetje:Sa dhembe ka ingranazhi me 72 dhembe?????!
Nuk eshte keshtu. Kini harruar elementin pozitiv : Analizat qe i ben here mbas here Linda punes se qeverise dhe demokracise ne vend. Jini me serioz.