
Vor sechs Jahren wurde in der Slowakei ein 27-jähriger Journalist ermordet. Was er hinterließ, führte zum Sturz der Regierung und zerstörte das System.
Ján Kuciak veröffentlichte seinen letzten Artikel nicht. Am 21. Februar 2018 wurden er und seine Verlobte erschossen in ihrem Haus in Veľká Mača aufgefunden. Kuciak war 27 Jahre alt und schrieb für Aktuality.sk , ein kleines Portal, das nicht zu den größten in der Slowakei zählt. Doch in den vergangenen zwei Jahren hatte er etwas getan, was in der Slowakei selten vorkommt: Er war den Geldströmen nachgegangen.
Seine Themen waren Steuerhinterziehung, Betrug mit EU-Geldern und Verbindungen zwischen Politikern der Regierungspartei SMER und einem Ableger der 'Ndrangheta in der Ostslowakei. Seine Texte waren weder lang noch ausschweifend; sie enthielten Namen, Daten, Firmennamen und Verträge. Journalismus, der mehr Geduld als kurzfristigen Mut erfordert und vor allem ein akribisch gepflegtes Archiv.
Nach dem Mord gingen die Menschen in der Slowakei auf die Straße. Am 2. März versammelten sich 25.000 Menschen in Bratislava. Eine Woche später hatten sich die Proteste auf 48 Städte im Inland und 17 weitere im Ausland ausgeweitet; allein in der Hauptstadt wurden 60.000 Demonstranten gezählt. Am 15. März traten Ministerpräsident Robert Fico und sein gesamtes Kabinett zurück. Doch nicht die Proteste selbst brachten die Regierung zu Fall, sondern die Funde in Kuciaks Akten nach dem Mord.
Diese Akten durften nicht verloren gehen. Kuciak hatte sie nicht alle im Kopf behalten; er hatte sie schriftlich festgehalten, aufbewahrt und gesichert. Sie enthielten Beweise, die nicht nur die Politik, sondern auch Teile des Systems, das sie überwachen soll, betrafen: Dreizehn Richter wurden der Justizbehinderung und Korruption beschuldigt; ein Polizeichef beging Selbstmord, gegen einen anderen wurde ermittelt, ein dritter wurde der Führung einer kriminellen Vereinigung beschuldigt. Der Oligarch Marian Kočner, der beschuldigt wird, den Mord in Auftrag gegeben zu haben, steht noch immer vor Gericht.
Das alles begann mit einem 27-Jährigen ohne die Unterstützung eines großen Medienhauses, ohne einflussreiche Förderer. Was er hatte, war eine Arbeitsweise: keine Spuren zu hinterlassen, ohne sie zu verknüpfen, nichts zu veröffentlichen, ohne es vorher an anderer Stelle veröffentlichen zu lassen.
In Albanien wird bei der Diskussion dieser Arbeit oft persönlicher Mut erwähnt. Doch persönlicher Mut ist zerbrechlich. Was dabei zurückbleibt, wenn er richtig ausgeführt wird, ist ein Bestand an Dokumenten, Dateien und Systemen, der nicht mehr von der Person abhängt, die ihn gesammelt hat.
Ein Journalist, der seine Arbeit auf einem gesicherten Archiv aufbaut, im Freien arbeitet, mit Menschen, die sich nicht einschüchtern lassen, und in einer Form, die nicht durch Drohungen verdeckt wird, macht diese Arbeit unumkehrbar. Denn dann steht nicht mehr seine Aussage gegen irgendjemanden; es sind die Briefe, die Verträge, die Rechnungen.
Die Slowakei war darauf genauso wenig vorbereitet wie Albanien. Doch dort verschwanden die Akten nach dem Mord nicht. Sie bewirkten, was kein einzelner Protest hätte erreichen können: Sie machten das System angreifbar. Nicht nur die Politiker mussten fliehen, sondern auch diejenigen, die sie von innen heraus geschützt hatten.
Es geht also nicht um Heldentum. Sondern darum, dass der Journalist so arbeitet, dass sein Werk ihn überdauert. Wenn er so arbeitet, kann kein Befehl, kein Schlag, kein Druck ihn aufhalten. Denn die Wahrheit, gut dokumentiert, hat nichts zu befürchten. / Broschüre
Gjergj Zefi për pak sa nuk u bë Jan Kucak. Kush e ka radhën?
Po por 4 vitr nga vrasja e çiftit, banditi autokrat Trump/Putinist Robert Fico erdhi serisht ne pushtet dhe kesaj rradhe po sigurohet qe kesi “aksidentesh” te mos i ndodhin me.
Këto gjëra janë të zakonshme në autokracitë e vendeve të ashtuquajtura demokratike të ish lindjes komuniste.Rasti për t'u përmendur është Serbia që kemi afër,që është vëllazëruar me rilindjen e plehrave të Tiranës zyrtare.Por mendoj se rasti më flagrant është Shqipëria ku politika hypën majë kalit dhe nuk zbret nga kali edhe sikur të shkundet qielli..përveçse me plumbat e Avni Rustemit,apo Vasil Laçit..Jo tregon se nuk janë vende demokratike,por autarhi afrikane.Vetëm kjo fjalë greke e shpreh mirë formën e sistemit që është instaluar në vendin tonë e edhe në disa vende të lindjes..Apo ...Lum ai që bën petulla për vete ...thonë andej nga malësia...