Der ehemalige iranische Präsident zeigte sich zum ersten Mal seit Kriegsbeginn wieder in der Öffentlichkeit, obwohl lokale Medien zuvor berichtet hatten, er sei ums Leben gekommen.
Der überraschende Auftritt des ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad bei der Trauerfeier für den Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei hat die Zuverlässigkeit der von den offiziellen iranischen Medien verbreiteten Informationen in den Fokus gerückt.
Ahmadinejad, der von 2005 bis 2013 Präsident des Iran war, wurde von einigen lokalen Medien am Tag des Kriegsausbruchs für tot erklärt, nachdem israelische und amerikanische Angriffe auf führende Persönlichkeiten in Teheran stattgefunden hatten.
Diesen Berichten zufolge soll er bei einem Raketeneinschlag in der Nähe seines Wohnsitzes ums Leben gekommen sein. In den darauffolgenden Monaten trat er nicht mehr öffentlich in Erscheinung, und es gab keine offizielle Mitteilung von ihm. Obwohl die iranischen Behörden seinen Tod nie offiziell bestätigten, wurde die Information von den staatlich kontrollierten iranischen Medien verbreitet.
Am Montag trat Ahmadinejad jedoch erstmals seit Kriegsbeginn im Februar wieder öffentlich auf. Er wurde unter den Trauergästen bei einer Beerdigung in Teheran gesehen; er trug eine Jacke und eine Maske um den Hals.
Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der monatelang nicht öffentlich gesehen worden war, nahm am Montag in Teheran an der Trauerprozession für den ermordeten Obersten Führer Ali Khamenei teil. Dies geht aus Videos hervor, die in den sozialen Medien kursieren.
— Iran International English (@IranIntl_En) 6. Juli 2026
Ein Bericht der New York Times vom Mai behauptete… pic.twitter.com/ZXeyRL5yfO
Der Sarg von Ali Khamenei, bedeckt mit der iranischen Flagge, sowie die Särge seiner Familienmitglieder, die am 28. Februar bei einem Luftangriff getötet wurden, wurden auf ein Fahrzeug gestellt, das dem Ziergitter um das Mausoleum eines Imams nachempfunden war.
Die iranischen Behörden ermutigten zur Massenbeteiligung an der Zeremonie, um Stärke zu demonstrieren, zu einem Zeitpunkt, an dem die Islamische Republik Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten führt, um ein Abkommen zur dauerhaften Beendigung des Krieges zu erzielen.
Luftaufnahmen des iranischen Staatsfernsehens zeigten eine kilometerlange, sehr große Menschenmenge.
Laut der Sendung schien die Teilnehmerzahl höher zu sein als bei der Trauerfeier für den Kommandeur der Revolutionsgarde, Qasem Soleimani, im Jahr 2020, an der über eine Million Menschen teilgenommen hatten.
Die iranischen Behörden haben noch keine offizielle Schätzung der Teilnehmerzahl veröffentlicht.
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