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Rajoni dhe Bota16 Prill 2026, 07:44

BBC: Auseinandersetzungen mit dem Papst kosten Trump wertvolle Unterstützung

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Indem Trump versucht, Papst Leo anzugreifen, erkennt er faktisch das tatsächliche Gewicht seiner Stimme an. Denn, wie der Vatikan erklärt, wäre der Papst unbedeutend, verdiente er keine Reaktion. Dass Trump ihn angreift, zeigt, dass seine Worte Gewicht haben.

BBC: Auseinandersetzungen mit dem Papst kosten Trump wertvolle
Papst Leo und Donald Trump

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Präsident Trump Kritik von katholischen Würdenträgern erfährt. Seine harte Einwanderungspolitik stößt seit Langem auf Kritik seitens der Hierarchie der katholischen Kirche in den USA, während ein großer Teil der konservativen Katholiken ihm eher nahesteht.

Doch die Reaktionen der letzten 48 Stunden waren anders. Diesmal richtet sich der Unmut nicht nur gegen Trumps öffentlichen Angriff auf Papst Leo und die Veröffentlichung eines KI-generierten Bildes, das ihn als Christusfigur darstellt. Auffälliger ist, dass die Kritik auch von langjährigen konservativen katholischen Verbündeten Trumps kommt, die zutiefst besorgt über den Krieg mit dem Iran sind.

Laut BBC haben Trumps lange Angriffe in den sozialen Medien gegen den ersten amerikanischen Papst, den er als zu liberal und „zu nachgiebig in der Verbrechensbekämpfung“ bezeichnete, sowie das Bild der KI seit Beginn des Krieges vor sechs Wochen einen Wandel in der Haltung vieler konservativer Katholiken bewirkt.


Ein seltener Bruch mit dem Trump-Lager

Bischof Joseph Strickland, einst einer der treuesten Unterstützer Trumps, bezieht nun in dieser Frage klar Stellung gegen die Regierung. Er sagt, der Konflikt erfülle nicht die Kriterien für einen „gerechten Krieg“ und er stehe an der Seite von Papst Leo und dessen Friedensaufruf.

Dies ist bedeutsam, da Strickland nicht nur ein enger Vertrauter Trumps war, sondern auch zu einer Symbolfigur des pro-Trump-konservativen Katholizismus geworden war. Nun warnt er davor, dass Religion zur Rechtfertigung unmoralischen Verhaltens missbraucht wird und dass die Verwendung religiöser Sprache zur Rechtfertigung von Bombenanschlägen dem Wesen des Glaubens widerspricht.

Er reagierte auch auf Trumps Angriff auf den Papst und das Bild, das viele als „KI-Jesus“ bezeichneten, und sagte, er sehe es als seine Pflicht an, den amerikanischen Präsidenten an das Evangelium nach Matthäus zu erinnern, also an die Idee, dass die wahre Macht Christus und nicht den Menschen gehört.

Der Krieg mit dem Iran vereint die Katholiken, die normalerweise gespalten sind.

Diese Entwicklung birgt auch politische Risiken für Trump, da er bei den Wahlen 2024 seine Unterstützung unter Katholiken ausgebaut hatte. Laut dem Pew Research Center sind amerikanische Katholiken weiterhin sowohl ethnisch als auch politisch gespalten, doch der Krieg mit dem Iran scheint eine seltene Annäherung zwischen dem linken und rechten Flügel der katholischen Kirche bewirkt zu haben.

Analysten weisen darauf hin, dass für viele amerikanische Katholiken die Politik oft wichtiger ist als die Religion selbst und dass sie in Fragen wie Abtreibung und Einwanderung meist entlang der Parteilinien gespalten sind. Deshalb ist ihre Einigkeit um die Antikriegsbotschaft von Papst Leo ungewöhnlich.

Anders als Papst Franziskus, der von vielen Konservativen als zu progressiv angesehen wurde, genießt Papst Leo hohe Unterstützung sowohl bei Demokraten als auch bei katholischen Republikanern. Dies macht es für Trump umso schwieriger, ihn ohne Konsequenzen anzugreifen.

Die katholische Rechte reagiert.

Peter Wolfgang, eine prominente Stimme des amerikanischen katholischen Flügels und langjähriger Befürworter Trumps und dessen Massenabschiebungspolitik, kritisiert nun offen das Verhalten des Präsidenten gegenüber dem Papst. Seiner Ansicht nach versteht Trump nicht, wie der Katholizismus funktioniert: Der Papst ist nicht nur Staatsoberhaupt, sondern der Repräsentant Christi auf Erden, und Angriffe auf ihn werden als Angriffe auf die Kirche selbst wahrgenommen.

Wolfgang sagt, es sei selbstverständlich, dass sich konservative Katholiken hinter Papst Leo stellen, wenn Trump von der Zerstörung der iranischen Zivilisation spricht oder wenn Funktionäre wie Pete Hegseth eine Gebetssprache verwenden, die von kaltherzigen, kriegerischen Tönen geprägt ist und die seiner Meinung nach nichts mit dem Katholizismus gemein hat.

Auch andere bedeutende katholische Persönlichkeiten in den USA, darunter Bischöfe, die Trump nahestanden, haben einen Krieg gegen den Iran nicht öffentlich unterstützt. Dies verdeutlicht die Diskrepanz noch zusätzlich.

Vatikan: Dies ist nicht nur ein Zusammenprall von Persönlichkeiten.

Seit vatikanischer Seite bleibt die offizielle Darstellung bestehen, dass es sich nicht um eine persönliche Auseinandersetzung zwischen Papst Leo und Donald Trump handelt. Für den Heiligen Stuhl geht es darum, dass ein Papst aus Glaubensgründen gegen die Logik des Krieges spricht.

Als Trump sagte, dass in Iran „eine ganze Zivilisation“ untergehen könnte, reagierte der Papst direkt und nannte die Drohung „wirklich inakzeptabel“. Laut vatikanischen Beamten hat der Papst die Pflicht, die moralische Grenze des Akzeptablen zu ziehen, auch während die Diplomatie hinter den Kulissen weiterläuft.

Aus vatikanischer Sicht gelingt es Papst Leo zwar nicht, alle zu vereinen, aber er lenkt die katholische Debatte weg von rein parteipolitischen Auseinandersetzungen. Und genau darin liegt die Bedeutung des Augenblicks: Der Krieg mit dem Iran und Trumps Angriffe auf den Papst reißen einen Riss auf, der nicht mehr nur politischer, sondern auch moralischer Natur ist.

Die BBC kommt schließlich zu einem eindeutigen Schluss: Indem Trump versucht, Papst Leo anzugreifen, erkennt er in Wirklichkeit das Gewicht seiner Stimme an. Denn, wie der Vatikan erklärt, wäre der Papst unbedeutend, verdiente er keine Reaktion. Dass Trump ihn angreift, zeigt, dass seine Worte Gewicht haben.

 

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