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Editorial 5 Mars 2026, 11:16

Gibt es in Europa noch Männer?

Shkruar nga Gjergj Zefi
Gibt es in Europa noch Männer?
Cartoon (KI) /

Zwischen Rhetorik über strategische Autonomie und der Angst vor einem Konflikt mit Washington scheinen europäische Staats- und Regierungschefs stets den Pragmatismus dem politischen Mut vorzuziehen...

In der internationalen Politik gibt es immer diesen kurzen Moment, in dem Staats- und Regierungschefs versucht sind, die Wahrheit zu sagen. Einen Augenblick, in dem die Diplomatie zusammenbricht und die Masken fallen. Einen Moment, in dem ein europäischer Ministerpräsident einem amerikanischen Präsidenten sagen kann: „Die Welt ist kein Casino, in dem Großmächte mit dem Schicksal anderer Nationen spielen.“ Doch dieser Moment währt nur kurz. Denn unmittelbar danach holt ihn die Realität ein: die Märkte, die Wirtschaft, die NATO, der strategische Druck und die Angst vor den Folgen einer Verschlechterung der Beziehungen zu Washington.

Das ist das wahre Drama Europas heute. Viele europäische Politiker sprechen öffentlich von strategischer Autonomie, einer unabhängigeren Außenpolitik und der Notwendigkeit, dass der Kontinent mehr sein müsse als nur ein verlängerter Arm amerikanischer Entscheidungen. Hinter den Kulissen wissen sie jedoch, dass das globale System nach wie vor nach brutalen Regeln funktioniert: Ohne den militärischen und finanziellen Schutzschirm der Vereinigten Staaten ist Europa weitaus fragiler, als es öffentlich zugibt.

In dieser unbequemen Realität tritt auch der Gegensatz zwischen symbolischem Mut und brutalem Pragmatismus zutage. Ein Staatsmann könnte sich vorstellen, dem amerikanischen Präsidenten offen zu sagen, was viele Europäer denken: dass die Machtpolitik die Welt in eine gefährliche Spirale treibt, dass Europa nicht immer nur Passagier in einem Flugzeug sein kann, das jemand anderes steuert, und dass der Einsatz von Gewalt selbst dann ein Problem bleibt, wenn er durch gute Absichten gerechtfertigt ist.

Doch dann kommt die nächste Stunde. Und in dieser Stunde ist von Moral keine Rede mehr. Es geht um deutsche Exporte, um Energie, um Militärbasen, um Finanzmärkte und um die schlichte Tatsache, dass die europäische Sicherheitsarchitektur nach wie vor vom Pentagon abhängt.

Deshalb wählen viele europäische Staats- und Regierungschefs, selbst wenn sie Washington scharf kritisieren, einen gemäßigten und zurückhaltenden Ton. Nicht etwa, weil sie überzeugt sind, sondern weil sie wissen, dass Außenpolitik kein moralischer Appell ist, sondern ein Schachbrett, auf dem jeder Zug seinen Preis hat.

Europa befindet sich im Grunde in einem strategischen Paradoxon. Es möchte als unabhängige Weltmacht auftreten, wird aber in kritischen Momenten in die Realität seiner Abhängigkeit vom transatlantischen Bündnis zurückgeworfen. Diese Abhängigkeit ist nicht nur militärischer, sondern auch technologischer, finanzieller und politischer Natur.

Und genau aus diesem Grund enden viele hochtrabende europäische Erklärungen strategischer Autonomie oft als Rhetorik für den heimischen Gebrauch.

Letztlich wird die internationale Politik nicht von Momenten des Mutes, sondern vom Überlebensinstinkt der Staaten bestimmt. Europa mag kurzzeitig die Möglichkeit haben, seine Meinung zu äußern. Doch das globale System zwingt es, das zu tun, wozu es die restliche Zeit gezwungen ist. / Broschüre

a ka më burra evropa gjergj zefi

4 Komente

  1. C
    Ciu

    Europa po kerkon kohe! Duhen 10-15 vite qe ndryshimet qe kane filluar te kthehen ne strukturore..Tani per tani kane nevoje per mbeshtetje..

    1. C
      Celsi

      Pyetja eshte a ka burra shqiperia, mos shko kaq larg ne europe.

      1. N
        Neomalësori

        Burrë me bole katrore është vetëm Trampi!! Të tjerët kanë futur duart nëpër xhepa dhe po kontrollojnë ku i kanë....

        1. T
          Tony

          Per deri sa eshte mbushur Shqiperia me LGBT sa te duash, c'pyet per Europen te kete burra.

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