Martin Scorsese zählt zu den größten Regisseuren der Filmgeschichte. In seiner sechs Jahrzehnte umspannenden Karriere hat er die berühmtesten Filme verschiedenster Genres gedreht und zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Anlässlich seines 83. Geburtstags präsentieren wir Ihnen einige interessante Fakten aus seinem Leben:
Aufgewachsen in Manhattan
Martin Charles Scorsese wurde am 17. November 1942 im New Yorker Stadtteil Queens geboren. Seine Eltern waren beide Schneider. Die Familie zog bald nach „Little Italy“, einem Viertel in Manhattan. Diese Umgebung prägte den Jungen, und dort wurden viele seiner Filme gedreht.
Eine Krankheit in der Kindheit weckte meine Liebe zum Kino
Martin litt an Asthma und konnte weder Sport treiben noch mit anderen Kindern körperlich aktiv sein. Deshalb nahmen seine Eltern und sein älterer Bruder Frank den kleinen Martin mit ins Kino, wodurch Scorseses Leidenschaft für diesen Bereich geweckt wurde. Schon als Teenager lieh er sich oft Filme aus.
Er war ein sehr talentiertes Kind.
Bereits im Alter von 11 Jahren schuf er einen fiktiven Film über das Römische Reich mit dem Titel „Die Ewige Stadt“.
Zuerst wollte er Priester werden!
Scorsese besuchte die Cardinal Hayes High School in der Bronx, wo er 1960 seinen Abschluss machte. Ursprünglich wollte er katholischer Priester werden, doch nachdem er im ersten Jahr durchgefallen war, änderte er seine Pläne.
in einem Vorbereitungsseminar. In diesem Moment begann sich Martins Liebe zum Kino zu entwickeln. Er schrieb sich jedoch an der New York University ein und schloss sein Studium 1964 mit einem Bachelor in Anglistik ab.
An der Universität begann er, seine Fähigkeiten im Bereich Filmregie weiterzuentwickeln.
Während seiner Studienzeit begann Scorsese, sich mit Filmregie zu beschäftigen. Er drehte mehrere Kurzfilme und 1967 seinen ersten abendfüllenden Film, Who's That Knocking at My Door?
Die Größen ihres Fachs kennenlernen
In den 1970er Jahren lernte Scorsese junge, aber einflussreiche Filmemacher wie Brian De Palma, Francis Ford Coppola, George Lucas und Steven Spielberg kennen und freundete sich mit ihnen an. Brian De Palma stellte Scorsese seinem späteren Mitarbeiter Robert De Niro vor. Zu dieser Zeit begann er als Regieassistent und Cutter für den Produzenten Roger Corman zu arbeiten.
Letzterer lehrte Scorsese, dass man unterhaltsame Filme auch mit kleinem Budget und in kurzer Zeit drehen kann. Diese Erkenntnisse ließ er in seinen nächsten Film, Mean Streets (1973), einfließen, der ihm erstmals Ruhm einbrachte.
Früher war er sehr abergläubisch.
In den 1970er Jahren litt Scorsese unter einer furchtbaren Angst vor der Zahl 11. Er mied Flüge, deren Adresse auf 11 endete, weigerte sich, am 11. des Monats zu reisen, und übernachtete nicht im 11. Stock von Hotels. Scorsese selbst sagte: „In dieser Zeit geschahen immer wieder seltsame Dinge mit dieser Zahl. Ich stellte fest, dass, wenn ich eine schlechte Erfahrung gemacht hatte oder vielleicht von einem Projekt gefeuert worden war, die Ziffern in der Adresse eines Gebäudes immer 11 ergaben oder es der 11. Tag war …“
Hoch- und Tiefpunkte
Nach den Erfolgen von Mean Streets und Alice Doesn't Live Here Anymore folgte 1976 Taxi Driver. Der Film, der bis heute als Meilenstein des amerikanischen Kinos und einer seiner besten Filme gilt, wurde für vier Oscars nominiert, darunter als Bester Film, und markierte den Beginn von Scorseses Zusammenarbeit mit Robert De Niro.
Dieser Erfolg ermutigte Scorsese zu seinem ersten großen Filmprojekt: dem Musical „New York, New York“ (1977). Doch der Film floppte an den Kinokassen und ist heute vor allem für seinen Soundtrack bekannt, der von Frank Sinatra brillant interpretiert wurde. Die enttäuschende Resonanz auf „New York, New York“ stürzte Scorsese in eine tiefe Depression. Zu dieser Zeit litt er unter einer schweren Kokainsucht.
Hat im Laufe seiner Karriere immer wieder Kontroversen ausgelöst.
Angesichts der brisanten Themen, die er in seinen Filmen oft aufgreift, überrascht es wohl kaum, dass Scorsese mehr als einmal Teile der Öffentlichkeit verärgert hat. 1988 verfilmte er den 1955 erschienenen Roman „Die letzte Versuchung Christi“ des griechischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis.
Die Darstellung Jesu Christi als Mensch mit menschlichen Fehlern und sexuellen Begierden löste einen öffentlichen Aufschrei aus und wurde als Blasphemie kritisiert. Vor den Kinos, in denen der Film gezeigt wurde, fanden katholische Proteste statt, und Scorsese selbst erhielt Morddrohungen und musste zwei Jahre lang von Leibwächtern begleitet werden.
1997 drehte er den biografischen Film „Kundun“ über das Leben von Tenzin Gyatso, dem im Exil lebenden politischen Führer Tibets. Der Film wurde von der chinesischen Führung scharf kritisiert, die Scorsese auf eine Liste von 50 Personen setzte, denen die Einreise nach Tibet verboten wurde.
Hat eine wichtige Gruppe zur Erhaltung von Filmen gegründet.
Als lebenslanger Filmliebhaber und -wissenschaftler ist Scorsese seit 1990 eine Schlüsselfigur im Bereich der Filmerhaltung. In diesem Jahr gründete er die Film Foundation, eine gemeinnützige Organisation, die mit Filmstudios zusammenarbeitet, um alte oder beschädigte Filme zu restaurieren. Die Stiftung hat über 800 Filme aus aller Welt restauriert und bietet jungen Menschen kostenlose Kurse zur Sprache und Geschichte des Films an .
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