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Editorial17 Shtator 2025, 10:01

Wer hat Albin Kurti an die Macht gebracht?

Shkruar nga Diplomatico | Pamfleti.net
Wer hat Albin Kurti an die Macht gebracht?
Albin Kurti und Angela Merkel /

Berlin brachte ihn an die Macht, doch nach fünf ergebnislosen Jahren hat Albin Kurti als deutsches politisches Projekt im Kosovo an Wert verloren …

Seit Tagen gibt es viel Aufsehen über den heftigen Konflikt zwischen der US-Regierung und Albin Kurti im Kosovo. Eine ernste politische Tatsache, aber nichts Neues.

Kurti, die Amerikaner – sowohl Demokraten als auch Republikaner – haben ihn nie gemocht. Besonders unter Donald Trump war er unerwünscht.

Albin Kurti wurde von Deutschland und insbesondere von Angela Merkel an die Macht gebracht. Im Jahr 2020 führte sie einen politischen „Blitzkrieg“, der in seiner Wirkung noch mächtiger war als der ihrer furchterregenden Vorgänger. Merkel hielt Hashim Thaçi am Flughafen an und störte seine Reise nach Washington, woraufhin er in Den Haag landete. Ein perfekter politischer Akt ohne Opfer und ohne Kollateralkosten, der Kurti, Vjosa Osmani und Donika Gërvalla in den Mittelpunkt der Szene stellte.

Seit 2014 greifen deutsche Diplomaten Personen aus dem Umfeld Thaçis kompromisslos an. Erinnern wir uns an die Episode in Tirana, als der deutsche Botschafter Helmut Hoffmann Enver Hoxhaj öffentlich so heftig angriff, dass dieser nicht nur die Organisation, sondern auch Tirana verließ. Merkels Deutschland rief den „Berliner Prozess“ ins Leben, ein Projekt, das den Aufbau einer neuen geopolitischen Achse in Europa zum Ziel hatte. Ein Prozess, der Italienern, Franzosen und Briten missfiel und den die Amerikaner mit Argwohn betrachteten, obwohl sie sich nicht offen dagegen stellten.

Donald Trump entschied sich, Merkel mit Botschafter Richard Grenell direkt herauszufordern. Merkel erklärte ihn zum „Non Grata“ und wies ihn aus Berlin aus. Gleichzeitig bestrafte sie Hashim Thaçi, der seine Abenteuer verfolgte, indem sie ihn seit 2020 im Gefängnis sitzen ließ und Kurti an die Macht brachte. Kurti wurde durch die deutsche Unterstützung verwöhnt, konnte diese aber nie rechtfertigen. Er verhielt sich wie Xhafer Deva in den 40er Jahren: Macht aus Berlin, aber ohne Ergebnisse.

Deutschland hat Kurti, sieht ihn aber nicht mehr als Trumpfkarte. Berlin hat nicht nur im Kosovo, sondern auch in anderen Fällen Stärke bewiesen. Die Griechenlandkrise 2008 zeigte deutlich, dass Wolfgang Schäuble in Athen alles bestimmte. Die gleiche Macht zeigte sich bei der energischen Einsetzung Ursula von der Leyens an der Spitze der Europäischen Kommission, bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie und bei der Verteilung von Milliarden europäischer Gelder. Nach dem Krieg in der Ukraine ist Deutschland nicht mehr nur die „Bank“ Europas, sondern entwickelt sich zu einer militärischen Supermacht und vervielfacht seinen Einfluss auf dem Balkan.

In der Region spielt Deutschland offen gegen Aleksandar Vučić, so wie es in den 1990er Jahren zum Sturz von Slobodan Milošević beitrug. Zoran Đinđić war ein Berliner Kind, und seine Ermordung ist für die Deutschen noch immer eine offene Wunde. Sie haben weder vergessen, wer ihn hingerichtet hat, noch die mutmaßlichen Doppelspielchen der Amerikaner.

Berlin hat viel im Kosovo investiert, doch Kurti hat diese goldene Chance vertan. Seine starre Ideologie, sein Zögern vor wichtigen Entscheidungen und seine Angst vor dem Konsum haben ihn überleben lassen, ohne etwas zu erreichen. Fünf Jahre sind vergeblich vergangen. Eine solche Chance wird sich weder für ihn noch für Donika noch einmal bieten.

Deutschland ist kein Randakteur, sondern eine Macht, die ruhig und entschlossen agiert. Es scheint bereits nach der neuen Figur für Kosovo und Albanien zu suchen. Und wenn es sie findet, wird es kein "Bam" mehr geben, sondern "Bam-Bam"./ Broschüre

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